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Editorial

Liebe Leserinnen und Leser!

Die Nummer 40 des Journal Phänomenologie hat den Schwerpunkt »Tiere«. Betreut wurde der Schwerpunkt von Martin W. Schnell (Gelsenkirchen), der auch selbst mit Texten vertreten ist. Mitgeschrieben haben Steffen K. Herrmann (Hagen), Maren Müller-Michaelis (Düsseldorf) und Markus Wild (Basel). Tiere sind eine Herausforderung für den Logos, der von der Philosophie in der Regel menschlich und auch männlich definiert wird. Tiere sind das »Andere einer Vernunft« und dienen dazu, die Potenzen des Menschen umso stärker herauszustellen. Gleichwohl gab es immer auch Gegenbewegungen. Zu erinnern ist unter anderem an Denis Diderots Artikel über Tiere (»Animal«, »Bete«) in der Enzyklopädie von 1747. Diderot legt dar, dass es keine Tiere in Singular gibt, dass Gattungsgrenzen zum Teil fließend verlaufen und dass es daher mit der Einmaligkeit des Menschen nicht ganz so weit her ist, wie oft angenommen werde. An diese zum Teil noch sehr modernen Ansichten Diderots knüpft der vorliegende Schwerpunkt an.

Ansonsten finden Sie in dieser Nummer neben Rezensionen zu Büchern von Castoriadis, Rancière u. a. eine große Sammelbesprechung zu neuerer Heidegger-Literatur von Helmuth Vetter.

Wie immer wünschen wir viel Vergnügen bei der Lektüre!

Die Redaktion

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Inhaltsverzeichnis Heft 40/2013
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down ISSN 1027-5657 JPh Logo
14.05.2008
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