Journal Phänomenologie
 
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Journal Phänomenologie / Texte / Heft 22
 
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Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die Nummer 22 des J o u r n a l  Phänomenologie widmet sich in dem von Dirk Rustemeyer und Helge Schalk betreuten Schwerpunkt dem Thema Medien. Gefragt wird nach Konzepten für eine Philosophie der Medien. Dies ist umso wichtiger, als der Medienbegriff bis heute umstritten geblieben ist. Es gilt zweierlei zu vermeiden: die technische Engführung des Medienbegriffs und seine epistemologische Überdehnung. Christian Bermes, Sybille Krämer, Alexander Roesler und Dirk Rustemeyer schlagen Konzepte vor, die das Thema Medien im Kontext philosophischer Fragestellungen nach Wahrnehmung, Realität, Zeichen(kommunikation) und (sozialem) Sinn situieren. Lässt sich medienphilosophisch eine Vermittlung von Sinnlichkeit und Intelligibilität, ein schlüssiges Konzept von Erfahrung herstellen? Ergänzt wird dieser Schwerpunkt durch eine Rezension.

Besonders hinweisen wollen wir Sie auch auf den Bericht zu einem Werkstattgespräch mit Maria Bußmann, die sich in ihren zeichnerischen Werken auf Maurice Merleau-Ponty bezieht. Und natürlich gibt es wieder zahlreiche Rezensionen zu Neuerscheinungen – sowie zwei Sammelrezensionen: Martin Schnell präsentiert Lektüre zum Thema »Ist Ethik ohne Transzendenz möglich?«, er bespricht Werke von Taylor, Levinas, MacIntyre und Ricœur. Andreas Großmann nimmt den jüngsten Band der politischen Schriften von Habermas und das Habermas/Derrida-Buch zur »Philosophie in Zeiten des Terrors« unter die Lupe. Jacques Derrida, der am 9. Oktober 74-jährig verstorben ist, hat darin gewissermaßen sein politisches Testament hinterlassen – das, wie der Rezensent meint, nachdenkenswert ist.

Der Schwerpunkt des kommenden Heftes wird das Thema »Phänomenologie/Systemtheorie« zum Gegenstand haben. Deadline für Beiträge ist der 15. März 2005.

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down ISSN 1027-5657 JPh Logo
14.05.2008
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