Journal Phänomenologie

 

 
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Journal Phänomenologie / Texte / Heft 19 / Editorial
 
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Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

wir widmen uns in diesem Heft schwerpunktmäßig einem Phänomen, das alle kennen, aber niemand will: dem Schmerz. Während man es auf der einen Seite mit einer international boomenden medizinisch-klinischen Schmerzforschung zu tun hat, scheint die philosophische Schmerzforschung im akademischen Fachbereich der Philosophie dieser Entwicklung hinterherzuhinken. Das J o u r n a l  Phänomenologie will darauf aufmerksam machen und eine Philosophie des Schmerzes anregen. Die ausgewählten Beiträge bieten darüber hinaus Einblick in unterschiedliche philosophische Schmerzthematisierungen aus phänomenologischer Sicht. Dabei zeigt sich, dass der Phänomenologie liebster Schmerz, der Phantomschmerz, bei weitem nicht alles ist, worüber man zu diesem Thema sinnvoll phänomenologisch sprechen kann. Ergänzend dazu - und im "Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderung" - stellen wir Ihnen in einem Kurzinterview die kanadische Philosophin Susan Wendell und deren spannende Arbeit über die Behinderung und die philosophische Relevanz des Schmerzes vor. Passend zum Schwerpunkt zwei spezielle Buchhinweise: eine Rezension des 2002 erschienenen Buches Zeit-Diagnosen von Thomas Fuchs, tätig als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität Heidelberg und einer unserer Schwerpunktautoren, sowie eine Rezension eines Buches von Tilmann Holzer über Globalisierte Drogenpolitik und die Geschichte des Drogenverbots.

Im Rezensionenteil können Sie sich unter anderem mit einer Sammelrezension von Martin W. Schnell zu Schriften Pierre Bourdieus, und zwar aus den Jahren 2000 bis 2002, auf dem Laufenden halten (siehe auch J o u r n a l  Phänomenologie 13, 2000, S. 57-62). Neuigkeiten auf dem Gebiet der Phänomenologie bieten die weiteren Rezensionen sowie Tagungsberichte, Kongressankündigungen und unsere Neuerscheinungsrubrik.

In eigener Sache: Im Frühjahr werden sich die HerausgeberInnen in Wien treffen, um gemeinsam die zukünftige Entwicklung und Verbesserung des Journals zu diskutieren. Haben Sie Anregungen für uns? Wir freuen uns auf Ihr Feedback, möglichst bis Ende Mai per E-Mail an: redaktion@journal-phaenomenologie.ac.at.

(Nachtrag: Unsere kleine Redaktionstagung hat natürlich längst stattgefunden. Dennoch freuen wir uns auch nach diesem Termin jederzeit über Vorschläge und Anregungen!)

Die kommende Herbstnummer wird sich im Schwerpunkt der Philosophie Paul Ricoeurs widmen. Deadline für Beiträge ist der 15. September 2003.

Liebe Grüße von der Redaktion!

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down ISSN 1027-5657 JPh Logo
15.09.2013
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